So ist der Plan…

Die Wochen gehen in’s Land.
Besucherkater Söckchen baut seine gelegentlichen Visiten bei uns mittlerweile zu einem tägliches Pflichtprogramm aus und Lilli mag das Haus nicht mehr verlassen. Die Entwicklung ist schleichend, aber wenn eine kleine Miez plötzlich wieder das Katzenklo benutzt statt ihre Geschäftchen wie gewohnt draussen zu erledigen, ist es nicht mehr zu übersehen: wir haben Handlungsbedarf!

Nach menschlichen Maßstäben ist Söckchen ein neugieriger und lieber Kerl, aber nach miezlichem Ermessen…?

Vor zwei Wochen kam er Udo drinnen im Haus auf unserer Kellertreppe entgegen und ließ sich ohne weiteres hochnehmen und wieder raussetzen. Jetzt ist hier eine chipgesteuerte Katzenklappe in Arbeit – eigentlich eine simple Sache, wenn es durch Lilli nicht ziemlich kompliziert würde.

Lilli ist wild geboren und grundsätzlich sehr scheu, anfassen geht nur zu ihren Bedingungen. Ein angsteinflössendes Erlebnis zwischendurch genügt und sie schaltet wieder für Tage bis Wochen in den Wildkatzenmodus. Sie zum Programmieren durch eine Katzenklappe schieben geht gar nicht.

Was ist es da gut, dass sie noch gar nicht gechipt ist – sie wurde als kleines Kätzchen nur tätowiert. Nun wird hier erst ein Chip besorgt, dann damit die neue Klappe programmiert, die Klappe eingebaut – und zum Schluss Lilli beim Tierarzt gechipt, klingt ganz einfach – ist so schwer.

Sie fassen und einsperren, um sie zum Tierarzt zu bringen ist ein Vertrauensbruch und wir reden es uns damit schön, dass sie bei der Gelegenheit endlich mal wieder geimpft werden kann. Die regelmäßigen Arztbesuche ersparen wir ihr sonst zur Stressvermeidung, nur die Tollwutimpfung alle 3 Jahre muss sein. Da uns aber in den nächsten Wochen Katzenzuwachs in’s Haus steht, werden wir jetzt unser Hausbefriedungs- und Impfprogramm durchziehen, um später wenigstens diesen Stress nicht mehr zu haben…

Christina

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7 Gedanken zu “So ist der Plan…

  1. Oh ja, das ist verdammt schwer. Habe hier Kater Mikesch zum Tierarzt bringen müssen, weil er einen grippalen Infekt hatte. Was ich aber nicht wusste, nur, dass er sich verkroch wie ein Hamster. Er hockte zum Glück im Garten in einer Box und ich musste ihn in die Transportbox überlaufen lassen. Anschließend war ich schweißgebadet. Mikesch, der sich gar nicht anfassen lässt, benötigte die zweifache Dosis Betäubungsmittel und zudem noch Gas, er war vor Angst so voller Adrenalnausschüttung und wehrte sich.Zum Glück rauche ich, damit konnte ich die Nerven, zumindest meine, etwas beruhigen. Jetzt ist er noch scheuer, aufgrund dieses Vertrauensbruches, aber er kommt trotzdem, wenn der Hunger ihn treibt. Das dauert, aber man denkt trotzdem an die schlimmsten Dinge.

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Zum Glück hat Lilli uns ganz schnell verziehen, läßt sich füttern und dabei auch wieder streicheln, wie vor dem Tierarztbesuch. Nur in Situationen, die sie an die Fangsituation erinnern, geht sie sofort in den Misstrauensmodus – wenn wir in Straßenschuhen durchs Haus gehen, wenn es den Lieblingsleckerlie-Streuwurf gibt, wenn wir sie einen Moment zu intensiv anschauen…
      Da hast du mit Mikesch einen weitaus schwierigeren Fall – wie gut, dass du mit ihm umzugehen weißt!
      Hoffentlich ist es auch bei ihm nur eine Frage der Zeit, bis sich dieses übergroße Misstrauen wieder legt. Sie brauchen weder schmusig zu sein noch auf den Schoß kommen, wenn sie das nicht wollen. Man will ihnen ja nur in Notsituationen helfen können, so wie du jetzt bei Mikeschs akutem Infekt.

      Küsschen für die Pfötchen und liebe Grüße an euch, Christina

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  2. Das mit Söckchen ist ja wirklich ein Ding – der hat sich wohl schon seine Zweitfamilie ausgesucht 🙄 Aber das mit Lilli geht ja gar nicht – dabei liebt sie es doch so draußen zu sein, aber mit Söckchen geht das ja gar nicht. 😦
    Schnurrer Engel und Teufel

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    1. Die Socke macht uns hier mit seinem Katergehabe wirklich gerade das Leben schwer. Kiri bringt alle paar Tage neue Schrammen an den Öhrchen nach Hause, weil sie sich mit ihm Scharmützel liefert.
      Und Lilli war in den letzten 10 Tagen vielleicht 2 Mal für eine halbe Stunde draussen. 😞
      Menno.
      Darf man zu fremden Katzen denn gar kein bisschen nett sein? 😫

      Liebe Grüße von Tine

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  3. Tja, diese Besuchskatzen! Vor einigen Tagen saß Nachbarskater Cäsar morgens unbemerkt bei uns im Küchenfenster, und am Morgen danach stand er sogar vorm Bett. Maus war jedoch so müde, dass sie es erst später realisierte, und Allegra ertrug seinen Hausbesuch mit Fassung. Armer Kater, seine Leute waren im Urlaub und der Cat- & Housesitter ist wohl so gar nicht Kuschelkater geeignet. Schade, dass sich unsere Damen auch noch nach Jahren nicht mit dem schwarzen Tier anfreunden können.

    Ich hoffe, dass es sich bei Euch irgendwann normalisiert …

    LG Silke

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    1. Da sind deine grauen Damen ja ziemlich cool! Aber Cäsar auch, Spencer hätte hier bei der Gelegenheit sicherlich Streit vom Zaun gebrochen. Wenn Cäsar euch so mag, könnt ihr ja vielleicht im Urlaub nach ihm schauen…?
      Ich hoffe sehr, dass hier bald wieder Ruhe einkehrt und Spencer sich andere Hobbies sucht. Aber dann rückt womöglich der nächste Kater an…

      Liebe Grüße von Christina

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Eine Antwort maunzen

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